Kopfweidenpflege

Die Kopfweide ist keine eigenständige Baumart, sondern das Ergebnis einer besonderen Pflegemethode, bei der die jungen Triebe in regelmäßigen Abständen zurückgeschnitten werden. Durch dieses sogenannte „Köpfen“ bildet sich der typische knorrige Stammkopf. Kopfweiden sind vor allem an Gewässerufern, in Feuchtgebieten sowie an Feld- und Wegrändern zu finden. Früher spielten sie eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft und im Handwerk: Das elastische Holz diente unter anderem zur Herstellung von Körben, Zäunen oder als Brennmaterial. Heute wird das Holz kaum noch genutzt, doch aus ökologischer Sicht sind die Bäume von großer Bedeutung und sollten unbedingt erhalten bleiben.

 

Regelmäßiger Schnitt als Voraussetzung für den Erhalt

 

Kopfweiden prägen vielerorts das Landschaftsbild und sind wertvolle Lebensräume. In ihren Spalten und aushöhlenden Stammköpfen siedeln sich zahlreiche Tier- und Pflanzenarten an. Besonders Insekten, Vögel und kleine Säugetiere profitieren von den geschützten Strukturen. Damit diese wertvollen Lebensräume langfristig bestehen bleiben, müssen die Bäume in regelmäßigen Abständen erneut „auf Kopf gesetzt“ werden. Bleibt der Rückschnitt aus, wachsen die Äste zu schwer und der Stamm kann durch das Gewicht auseinanderbrechen.

 

Pflegeintervalle und idealer Zeitraum

 

Je nach Standort und Wachstumsgeschwindigkeit sollte die Pflege alle 2 bis 5 Jahre erfolgen. Dabei wird der Stamm in einer Höhe von etwa 1 bis 3 Metern zurückgeschnitten, wobei alle Triebe und Äste entfernt werden. Die Durchführung solcher Pflegemaßnahmen ist nur in der Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar zulässig, um Bruten und andere natürliche Entwicklungen nicht zu stören.

 

Der Landschaftspflegeverband Peine bietet allen Grundstückseigentümern die über eine Kopfweide verfügen Unterstützung an. Nach Rücksprache mit dem Landkreis Peine besteht die Möglichkeit, dass die Kopfweidenpflege auch finanziell unterstützt werden kann.

Mehr Informationen zu Förderprogrammen finden Sie hier.

Kopfweide